Iran-Spring
Politik 06-11-2026

Investigative Studie zu Reza Pahlavis maßloser Übertreibung bezüglich der Teilnehmerzahl der Münchner Kundgebung

Investigative Studie zu Reza Pahlavis maßloser Übertreibung bezüglich der Teilnehmerzahl der Münchner Kundgebung

Die folgende investigative Analyse wurde von der „Iranischen Gesellschaft in München“ auf der Grundlage der Beobachtungen von 10 Augenzeugen durch Aufzeichnung und Analyse Dutzender Videoaufnahmen zwischen 11:00 und 18:00 Uhr am Veranstaltungsort, in den umliegenden Straßen um die Theresienwiese und der naheliegenden U-Bahnstation, in den öffentlichen Verkehrsmitteln in München, am Flughafen und am Hauptbahnhof sowie im Vergleich mit früheren Kundgebungen am selben Veranstaltungsort erstellt.
Ziel ist es, den Wahrheitsgehalt der Behauptung bezüglich der Teilnahme von 250.000 Menschen an der Kundgebung der Monarchisten am 14. Februar 2026 in München objektiv zu prüfen, um eine realistische Sicht zu gewinnen.

 

 
Der Veranstaltungsort „Münchner Theresienwiese“ umfasst eine Gesamtfläche von rund 42 Hektar (420.000 Quadratmeter).

Erste statistische Bewertung
Laut Presseberichten der Organisatoren seien die Teilnehmer der Kundgebung in 800 Bussen angereist. Ausgehend von dieser Zahl und der Annahme von durchschnittlich 40 Fahrgästen pro Bus ergibt sich eine geschätzte Teilnehmerzahl von 32.000 Personen, die per Bus angereist sein können.
Basierend auf der Zufallszählung der Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsmittel und der privaten PKW in der Nähe des Veranstaltungsorts könnten, optimistisch betrachtet, zusätzlich 8.000 Personen mit privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln (Zug, Flugzeug, PKW) angereist sein. Damit würde die geschätzte Teilnehmerzahl insgesamt etwa 40.000 Personen betragen. Somit würde die angebliche Teilnehmerzahl von 250.000 5,25-fach höher als die geschätzte liegen.
Während die Beobachtungen vor Ort sowie der Verkehrsbericht über die Züge, S- und U-Bahnen zum Veranstaltungsort, zum Hauptbahnhof und am Flughafen München einen normalen Betrieb zeichnen, waren die Straßen um den Veranstaltungsort zwar stark frequentiert, aber nicht außergewöhnlich überfüllt.

Zweite statistische Bewertung
Selbst wenn optimistisch davon ausgegangen wird, dass 20.000 Menschen (das 2,5-Fache der geschätzten Teilnehmerzahl durch Beobachter vor Ort) mit privaten PKW und öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Luft- und Landweg angereist sind – obwohl der Menschenverkehr am Flughafen, am Hauptbahnhof sowie der Stadtverkehr das Gegenteil beweisen – stellt sich die folgende Frage an die Organisatoren der Veranstaltung: Wo waren die Busse mit den restlichen 230.000 Menschen (250.000 – 20.000 = 230.000), nämlich etwa 5.750 Busse mit je 40 Fahrgästen, (obwohl die durchschnittliche Fahrgastzahl bei den Stichprobenkontrollen deutlich niedriger war) in München abgestellt? Diese große Anzahl an Bussen hätte zu massiven Verkehrsbehinderungen in der Stadt geführt. Dabei war lediglich um die Theresienwiese herum dichter Verkehr zu beobachten!
Dritte statistische Bewertung
Auf der Münchner Theresienwiese findet jedes Jahr das Oktoberfest statt. Dort werden riesige Bierzelte aufgebaut, die jeweils Platz für 7.000 bis 10.000 Personen bieten. Um 16:00 Uhr, während der Anwesenheit von Reza Pahlavi, hat die Menschenmenge auf dem Gelände eine Fläche kleiner als drei dieser Bierzelte (Hofbräu/Löwenbräu) gefüllt. Unter Berücksichtigung der Menschendichte und mit einer optimistischen Schätzung würde sich die Besucherzahl auf rund 30.000 beschränken.
Die Anzahl der Personen, die zerstreut auf dem Gelände waren oder die Umgebung frequentiert haben, wurde blockweise ermittelt und auf ca. 3.000 geschätzt. Hinzu wurden diejenigen Teilnehmer, die das Gelände vor 16:00 Uhr verlassen hätten, sowie alle, die erst nach 16:00 Uhr hinzugekommen wären, wohlwollend mit insgesamt 5.000 Personen geschätzt (in journalistischen und polizeilichen Berechnungen wird üblicherweise mit einem Zuschlag von 15 bis 20 Prozent gerechnet). Unter Berücksichtigung alle dieser optimistischen Betrachtungen würde die geschätzte Teilnehmerzahl bei etwa 40.000 liegen. Die von den Veranstaltern behauptete Teilnehmerzahl von 250.000 ist das 6,25-Fache dieser Zahl!
Anmerkung: Augenzeugen und Reporter vor Ort haben von einer großen Anzahl von Menschen berichtet, die sich zwischen 12:30 und 16:00 Uhr auf dem Gelände hin- und herbewegt haben. Dies könnte für elektronische Überwachungssysteme, die den Veranstaltungsort beobachtet haben, sehr irreführend gewesen sein.

Vierte statistische Bewertung
Die Analyse von ChatGPT bei der Auswertung des vollständigen Videomaterials, das während der Anwesenheit und Rede Reza Pahlavis aufgezeichnet worden ist:
Inhalt:
•    Diese Analyse wurde technisch, unpolitisch und nachvollziehbar durchgeführt.
•    Analyse zur Einschätzung der Menschenmenge
•    Analyse der räumlichen Abdeckung und der Menschendichte
Zusammenfassung der Vorgehensweise
Diese Analyse liefert eine unabhängige Berechnung der Zahl der Teilnehmer der Kundgebung auf der Theresienwiese in München. Die Grundlage hierfür bildet eine visuelle Analyse von Videoaufnahmen.
Die Methode der Analyse basiert ausschließlich auf anerkannten Regeln der „Crowd Science“ und berücksichtigt:
•    Die von der Menschenmenge bedeckte Fläche (Räumliche Abdeckung)
•    Das Muster der Dichte der Menschenmenge (Analyse der Dichte)
•    Die bekannten Abmessungen der Fläche der Menschenmenge
Diese/r Analyse/Bericht stützt seine Berechnungen nicht auf politische, parteiische oder mediale Behauptungen/Aussagen.
Methodik
Die Einschätzung der Teilnehmerzahl wurde nach den anerkannten Standards der Agglomerationsanalyse durchgeführt:
1.    Bestimmung der tatsächlichen von den Teilnehmern bedeckten Fläche
2.    Schätzung der räumlichen Ausdehnung der Menschenmenge
3.    Klassifizierung der Teilnehmerdichte anhand der Entfernung zwischen den Individuen
4.    Berechnung der Teilnehmerzahl = Fläche × Dichte
Räumliche Abdeckungsanalyse
Basierend auf der Einzelbildanalyse der Videoaufnahmen zum Höhepunkt der Veranstaltung – ungefähre Abmessungen des Hauptbereichs der Menschenmenge:
•    Breite: ca. 200 Meter
•    Tiefe: ca. 150 Meter
Geschätzte von der Menschenmenge bedeckte Fläche = Ca. 30.000 Quadratmeter
Analyse der Dichte
Das analysierte Muster deutet auf Folgendes hin:
•    Hohe Menschendichte
•    Keine kritische Menschendichte
•    Begrenzter, aber vorhandener Abstand zwischen den Individuen
Entsprechende Bevölkerungsdichte in wissenschaftlichen Studien:
•    1,2 bis 1,6 Personen pro Quadratmeter in den vorderen Reihen, wo die Menschenmenge dichter ist (vorderes Drittel der Menschenmenge)

•    0,6 bis 1 Person pro Quadratmeter in den hinteren Reihen, wo die Menschenmenge weniger dicht ist (letzten zwei Drittel der Menschenmenge)
Realistischere Menschendichte = durchschnittlich 1 Person pro Quadratmeter, durchschnittlich über die gesamte Fläche.

Einschätzung der Teilnehmerzahl
Basierend auf Standardszenarien:
•    Konservatives Szenario ≈ 24.000 Teilnehmer
•    Realistisches und vertretbares Szenario ≈ 31.000 Teilnehmer
•    Optimistisches Szenario (Obergrenze) ≈ 40.000 Teilnehmer

Fazit von ChatGPT
Basierend auf der technischen Analyse:
1.    Realistische und vertretbare Teilnehmerzahl = 31.000 Personen zum Zeitpunkt der Videoaufnahme

2.    Die beobachtete Menschenmenge entspricht nicht den Versammlungen von mehreren Hunderttausend Personen.
Ende der Analyse von ChatGPT

Unter Einbeziehung von 8.000 auf dem Gelände verstreuten Personen, sowie solchen, die vor dem Beginn der Videoaufnahme das Gelände verlassen hätten, bzw. die noch nicht eingetroffen wären, scheint die endgültig geschätzte Teilnehmerzahl von 39.000 laut Analyse von ChatGPT plausibel. Bei einer propagandistischen, aber noch immer vertretbaren Einschätzung wäre die maximale Teilnehmerzahl auf 48.000 zu beziffern. Dies würde trotzdem eine Verfünf- bis Versechsfachung der tatsächlichen Teilnehmerzahl bedeuten.

Fünfte statistische Auswertung – ein Rückblick


Auch am 15. Februar 2025, zeitgleich mit der Münchner Sicherheitskonferenz 2025, kamen Anhänger von Reza Pahlavi mit der Erwartung seiner Teilnahme in großer Zahl zusammen. Durch ein Vor-Ort-Monitoring einiger Beobachter und die genaue Abzählung der Teilnehmer aus Europa, Amerika und Skandinavien lagen diese zwischen 350 und 400 Personen. Der Demonstrationszug, der sich entlang der Hauptstraße der Stadt erstreckte, war ca. 253 Meter lang, einschließlich einer 30 Meter langen Fahne. Die Organisatoren der Veranstaltung gaben die Anzahl dieser Demonstranten mit 21.000 an, was etwa dem 52-Fachen der Realität entspricht.
Die abschließende Schlussfolgerung bezüglich der tatsächlichen Teilnehmer Zahl wird den Lesern selbst überlassen.