Le Monde diplomatique: Ein Blick hinter die Kulissen des Pahlavi-Glamours
Le Monde Diplomatique – Ein Prinz, eine Palette von Netzwerken und eine suprematistische Ideologie: Ein Blick hinter die Kulissen des Pahlavi-Glamours
Le Monde diplomatique
In der Rede des Schhsohns in München am 13. Februar wurden Parolen skandiert, die an den berühmten Nazi-Slogan des Dritten Reiches erinnern: „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“.
„Le Monde Diplomatique“ veröffentlichte einen ausführlichen Artikel mit dem Titel „Ein Prinz, eine Palette von Netzwerken und eine suprematistische Ideologie: Ein Blick hinter die Kulissen des Pahlavi-Glamours“, der auf Recherchen von Quentin Muller im unabhängigen französischen Investigativmedium „Blast“ basiert. Der Artikel umfasst rund 4.300 Wörter in persischer Sprache. In dieser Recherche wurden Aspekte der Aktivitäten des Sohns des Schahs und seiner Untergebenen enthüllt, die jeden unparteiischen Beobachter in Erstaunen versetzen würden.
Der Artikel in „Le Monde Diplomatique“ weist darauf hin, dass der Sohn des letzten Schahs des Iran hinter scheinbar moderaten Äußerungen mit seinen Anhängern im Bündnis mit dem extremen Rechten eine rassistische, identitäre Linie verfolgt. Diese monarchistische Bewegung setzt in Frankreich und international Einschüchterung und Drohungen ein und stützt sich auf Netzwerke von Einflussnehmern und umstrittenen Unterstützern. Dies wirft Fragen nach dem wahren Charakter des politischen Projekts dieses Kronprinzen auf.
Am 13. Februar 2026 sprach Reza Pahlavi in München auf einer Kundgebung gegen das iranische Regime. Während sich die Medien vor allem auf die große Teilnehmerzahl konzentrierten und die Kundgebung sogar als „Machtdemonstration“ bezeichneten, offenbarte die Veranstaltung insbesondere die politische Ausrichtung seiner Anhänger. Denn obwohl der Sohn des letzten Schahs des Iran mechanisch seinen Plan zur Rückkehr in den Iran wiederholte, zeichneten seine Anhänger ein ganz anderes Bild.
Bei dieser Versammlung wurden Parolen wie „Ein Vaterland, eine Flagge, ein Führer: Prinz Reza Pahlavi“ skandiert, die an den berühmten Nazi-Slogan „Eine Nation, ein Reich, ein Führer“ aus der Zeit des Dritten Reiches erinnern.
Der Slogan „Tod den drei Korrupten: Mullah, Linker, Mudschahid“ wurde ebenfalls skandiert, stammte von Yasmine Pahlavi, der Ehefrau Reza Pahlavis, die bei der Kundgebung anwesend war. Bei Kundgebungen in Paris, Genf und Brüssel skandierten Pahlavi-Anhänger ähnliche Parolen und attackierten die iranische und europäische Linke. All dies sind deutliche Anzeichen für die zunehmende Annäherung dieser Bewegung an die internationale extreme Rechte.
In Frankreich ist der pro-Pahlavi-Verein „Femme Azadi“, der Ende 2022 von der Innenarchitektin und Lifestyle-Influencerin Mona Jafarian gegründet wurde, faktisch mit der französischen extremen Rechten verbunden.
Die Leiterin der Nemesis-Kooperative, Alice Cordier, veröffentlichte mehrere Fotos von sich an der Seite von „Femme Azadi“ bei pro-monarchistischen Kundgebungen, beispielsweise bei der Kundgebung am 11. Januar, bei sie der neben Darya Safaei, einem rechtsextremen Parlamentsmitglied in Belgien, zu sehen ist.
Seit fast vier Jahren finden in Frankreich royalistische Kundgebungen unter dem Deckmantel der Unterstützung für die Freiheit iranischer Frauen statt, die von Rechtsextremen und Rassisten unterstützt werden.
Somayeh Rostampour, kurdische Soziologin und Autorin des Buches „Bewaffnete Frauen“, sagt: „Dies sind keine vereinzelten Ereignisse, sondern stellen vielmehr eine diskursive und strukturelle Ausrichtung dar.“
Mona Jafarian hat auf ihrem Instagram-Account wiederholt den Slogan „Wir sind Arier, beten keine Araber an“ geteilt.