Iran-Spring
Politik 14-09-2020

Hinrichtung von Navid Afkari wird die Flammen des Aufstands im Iran stärker aufleuchten

Hinrichtung von Navid Afkari wird die Flammen des Aufstands im Iran stärker aufleuchten

. Diese rücksichtslose Tat war eine klare Konfrontation mit der internationalen öffentlichen Meinung und der globalen Forderung nach Aufhebung dieses mörderischen Todesurteils.

Die iranische Exilgemeinde in Berlin veranstaltete unmittelbar eine Protestaktion gegen diese Hinrichtung vor dem Spionagenest der Mullahs in Berlin – der iranischen Botschaft – und verurteilte das schreckliche Verbrechen auf das Schärfste. Die deutsche Nachrichtenagentur dpa, Deutsche Welle TV und andere deutsche Medien berichteten über diesen Protest.

Der angesehene iranische Champion, Navid Afkari, und seine beiden Brüder waren lediglich wegen der Teilnahme an Straßenprotesten gegen das Regime festgenommen worden. Um die Empörer, insbesondere die aufständischen Jugendlichen einzuschüchtern, richtete das iranische Regime Navid Afkari hin und verurteilte seine beiden Brüder zu 54 Jahren Gefängnis sowie Auspeitschung. Unter brutaler Folter wurde Navid zu Geständnissen gezwungen, die vor Gericht nicht bewiesen wurden. Einem Monat zuvor wurde der 33-jährige Mostafa Salehi, Vater von zwei Kindern im Alter von 4 und 6 Jahren, wegen ähnlichen Vorwurfs hingerichtet und sein Eigentum, einschließlich seines Wohnhauses, ohne Rücksicht auf seine Familie beschlagnahmt.

Dieses Maß an Unterdrückung und Menschenverachtung resultiert jedoch aus der Furcht der Machthaber im Iran, dass sich die Aufstände und Revolte des iranischen Volkes gegen das Regime, ähnlich wie in den letzten zwei Jahren, wiederholen. Bei dem Aufstand im November 2019 wurden mindestens 1.500 Menschen durch das Regime getötet.

Die iranische Exilgemeinde in Berlin fordert die Bundeskanzlerin, Angela Merkel, und die Bundesregierung nachdrücklich auf,

  • die geplante Reise des iranischen Außenministers, Javad Zarif, nach Deutschland abzusagen. Deutschland ist nicht der Treffpunkt für Kriminelle und für den Außenminister eines mörderischen Regimes.
  • die Initiative für eine ernsthafte und effektive internationale Maßnahme zu ergreifen, um die zunehmenden Hinrichtungen durch die herrschende religiöse Diktatur im Iran zu verhindern. Außerdem wurden die Todesurteile von sieben Sunniten diese Woche durch die iranische Justiz bestätigt. Tausenden Gefangenen im Iran droht noch die Hinrichtung. Die Welt sollte nicht erneut Zuschauer eines weiteren Massakers wie das von 30.000 politischen Gefangenen im Jahr 1988 im Iran werden.
  • dass jegliche wirtschaftliche Vereinbarung mit diesem kriminellen Regime von der Einstellung der grausamen Hinrichtungen abhängig gemacht wird.
  • den Botschafter des klerikalen Regimes ins Auswärtige Amt einzubestellen und die inakzeptablen und brutalen Hinrichtungen offiziell zu verurteilen. Die Verantwortlichen dieser Verbrechen müssen durch die Europäische Union sanktioniert werden.

Die zielführende Politik angesichts dieses barbarischen Regimes ist gewiss die Entschlossenheit. Beschwichtigungen und Zugeständnisse werden – wie im Fall des Hitlers Faschismus – die herrschenden Kriminellen im Iran nur zu mehr Verbrechen ermutigen. Die Entschlossenheit gegen dieses zügellose Regime sowie die Unterstützung des Aufstands des iranischen Volkes für Demokratie und Säkularismus ist die Garantie für Frieden und Sicherheit für die Hochrisikoregion des Nahen Ostens und die Welt.

Exil-Iranische Gesellschaft in Berlin e.V.


12.09.2020

                    

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