Iran-Spring
Protest 05-01-2026

Iran: Nächtliche Proteste erfassen Teheran und Dutzende Städte

Iran: Nächtliche Proteste erfassen Teheran und Dutzende Städte

Landesweiter Aufstand – Nr. 17

Zusammenstöße in Malekshahi und Kermanshah; Sicherheitskräfte eröffnen das Feuer auf die Bevölkerung inmitten mutigen Widerstands der Jugend.

Am Samstagabend, dem 3. Januar 2026, waren Teheran und diverse andere Städte des Landes Schauplatz nächtlicher Demonstrationen, gewaltsamer Zusammenstöße und Konfrontationen mit den Sicherheitskräften. Die trotzige Bevölkerung reagierte auf die Drohungen des Obersten Führers des Regimes, Ali Khamenei, vom Samstagmorgen und ging auf die Straße, um „Tod Khamenei“ und „Dies ist das Jahr des Blutes, Seyyed Ali wird gestürzt werden“ zu skandieren.

In Teheran demonstrierten Menschen in verschiedenen Vierteln, darunter Shahr-e Quds, Shahriar, der Pirouzi-Straße, Haft-Howz in Narmak, Naziabad, Tehranpars, Sadeghieh, Nezamabad, Coca-Cola und Shahr-e Ziba. In Naziabad demonstrierte eine große Menschenmenge und skandierte „Tod dem Diktator“. Eine mutige Frau trug ein Plakat mit der Aufschrift „Ich bin keine Randaliererin“ als Reaktion auf Khameneis haltlose Äußerungen. In Haft-Howz in Narmak konfrontierten Jugendliche Söldner, die Tränengas eingesetzt hatten. Auch Studierende der Khajeh-Nasir-Toosi-Universität protestierten und riefen: „Basiji, Revolutionsgarde, ihr seid unser IS!“

In Malekshahi, Provinz Ilam, eskalierten Demonstrationen von Anwohnern zu blutigen Auseinandersetzungen. Kriminelle Angehörige der Revolutionsgarde eröffneten das Feuer auf die Bevölkerung, was zum Tod und zur Verletzung vieler wehrloser Bürger führte. Die mutige Jugend von Malekshahi wehrte sich und lieferte sich Gefechte mit den Söldnern. Die sogenannte Märtyrerstiftung, das Hauptquartier der Staatssicherheitskräfte (SSF) und mehrere Banken wurden zerstört. Berichten zufolge herrscht im Krankenhaus der Stadt ein Mangel an Blutkonserven für die Verwundeten. Die Namen der vier Märtyrer aus Malekshahi, deren Identität bisher bestätigt wurde, lauten: Mohammad Moghaddasi (Bazvaneh), Farez (Fars) Aghamohammadi, Mehdi Emamipour und Reza Azimzadeh.

In Kermanshah, insbesondere im Stadtteil Jafarabad, kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Anwohnern und Sicherheitskräften; in Teilen der Stadt waren Schüsse zu hören. In Harsin setzten rebellische Jugendliche die vom Regime betriebene Schule der Unwissenheit und des Verbrechens in Brand.

In Maschhad fanden Demonstrationen in der Kolahdouz-Straße, der Felestin-Straße und anderen Straßen statt. Aufständische Jugendliche setzten die Motorräder der Sicherheitskräfte in Brand und blockierten die Straßen, während sie skandierten: „Diese Nation wird keine Nation sein, bis die Mullahs begraben sind.“

In Shiraz blockierten Demonstranten in der Amirkabir-Straße mit einem Sitzstreik den Weg der Sicherheitskräfte, während Jugendliche im Stadtteil Golshan Straßen mit brennenden Reifen blockierten. In Delijan setzten Jugendliche eine verhasste Statue von Qassem Soleimani in Brand, und in Khash wurde ein Kiosk der SSF angezündet.

Darüber hinaus dauerten die Demonstrationen und Zusammenstöße bis spät in die Nacht in den Städten Karaj (Fardis), Isfahan, Yazd, Rasht, Sari, Amol, Bushehr, Yasuj, Hamedan, Zanjan, Qazvin, Arak, Gachsaran, Rudsar, Lahijan, Eqlid, Neyriz, Firuzabad, Zarqan, Koshan und Ma'ali Abad (Shiraz), Azna, Bushehr, Jowayin, Abdanan, Mehran, Hafshejan, Arak und Sari.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)

4. Januar 2026