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Protest 03-08-2026

epd: Einige Hundert Menschen protestieren in Köln gegen Tötungen im Iran

epd: Einige Hundert Menschen protestieren in Köln gegen Tötungen im Iran

 

  1. Aug 2026·2 Minuten Lesezeit
    Mehrere Hundert Menschen haben am Samstag auf dem Kölner Roncalliplatz gegen politische Hinrichtungen im Iran demonstriert. Der Nationale Widerstandsrat Iran und die Gesellschaft von Deutsch-Iranern in Nordrhein-Westfalen hatten die Kundgebung organisiert. Die Veranstalter gingen von etwa 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus. Die Polizei Köln teilte dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit, dass bei den wiederkehrenden Protesten in der Regel zwischen 150 und 250 Menschen seien. Bei der bis zum Abend angemeldeten Kundgebung habe sie keine Abweichung davon feststellen können.
    In den vergangenen Wochen seien mindestens 39 politische Gefangene im Iran hingerichtet worden, mindestens 100 weitere befänden sich in akuter Hinrichtungsgefahr, erklärten die Veranstalter. Die Bundesregierung und die Europäische Union müssten „unverzüglich alle politischen und diplomatischen Mittel“ einsetzen, um weitere Hinrichtungen zu verhindern. „Die Verantwortlichen für Hinrichtungen, Folter und Verbrechen gegen die Menschlichkeit müssten zur Rechenschaft gezogen werden“, hieß es.
    Die Kölner Kundgebung war den Angaben zufolge Teil einer Protestwoche, in deren Verlauf in Dutzenden Großstädten Europas und der Vereinigten Staaten Demonstrationen gegen die Hinrichtungswelle im Iran stattfinden. Zu ihr hatte demnach die Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran, Maryam Rajavi, aufgerufen. „Internationales Schweigen und Untätigkeit werden in Teheran als grünes Licht verstanden, die Tötungen auszuweiten“, erklärte sie in einer Botschaft.
    Der in Köln lebende ehemalige politische Gefangene Ali Sajjadi betonte, dass das iranische Regime einen Volksaufstand fürchte. „Mit der Hinrichtung politischer Gefangener versucht es vergeblich, einen neuen Aufstand zu verhindern“, erklärte er. „Doch mit dieser Politik verschärft es die explosive Stimmung in der Gesellschaft nur noch weiter.“ Zu der Kundgebung gehörte den Angaben zufolge unter anderem auch eine Ausstellung mit Bildern von Menschen, die hingerichtet wurden.

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