Iran-Spring
Widerstand 26-08-2026

Die 30. nationale Spendenaktion (Fundraising/Telethon) mit dem iranischen Nationalfernsehen „Simay Azadi TV“

Die 30. nationale Spendenaktion (Fundraising/Telethon) mit dem iranischen Nationalfernsehen „Simay Azadi TV“

Eine leidenschaftliche Demonstration der Solidarität und Unterstützung aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen für den iranischen Widerstand für die Freiheit
7,54 Millionen US-Dollar an Spenden von Iranerinnen und Iranern innerhalb und außerhalb des Iran für „Simay Azadi“

Die 30. nationale Spendenaktion mit dem iranischen Nationalfernsehen „Simay Azadi TV“ wurde veranstaltet. Dabei handelt es sich um einen unabhängigen Satellitensender, der ohne jegliche Zensur über die iranische Widerstandsbewegung, den Kampf gegen das iranische Regime, die Positionen des Regimes sowie über internationale Nachrichten berichtet. „Simay Azadi“ ist das erste unabhängige persischsprachige Fernsehen, das von keiner Regierung – weder direkt noch indirekt – finanzielle Unterstützung erhält und seit drei Jahrzehnten kontinuierlich rund um die Uhr sendet.
Die Spendenaktion begann am Freitag, dem 7. August 2026, und dauerte bis Dienstagmorgen, dem 11. August, insgesamt fünf Tage. Das Programm wurde an diesen fünf Tagen insgesamt 47 Stunden und 30 Minuten lang ausgestrahlt und stieß sowohl im Iran als auch in den iranischen Gemeinschaften im Ausland auf große Resonanz. Tausende Iranerinnen und Iraner aus verschiedenen Städten des Iran sowie aus zahlreichen Ländern Europas, Nordamerikas, Kanadas und Australiens nahmen telefonisch oder mit Audio- und Text-Nachrichten an der Aktion teil.
Die Spendenaktion fand vor dem Hintergrund statt, dass in den vergangenen Monaten Dutzende politische Gefangene – darunter Mitglieder der Organisation der Volksmudschaheddin des Iran (PMOI/MEK) sowie während des Aufstands im vergangenen Januar Festgenommene – hingerichtet worden waren und sich Dutzende weitere Menschen noch in der Todeszelle befinden. Zugleich wurde sie zum Jahrestag des Massakers an 30.000 politischen Gefangenen im Jahr 1988 veranstaltet – eines Jahrestags, der an eines der größten politischen Verbrechen nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert.
Die Sendung war nicht nur eine Spendenaktion. Sie wurde auch zu einer Bühne, auf welcher der politische Wille und die nationale Solidarität im Kampf für Freiheit, Unabhängigkeit und die Errichtung einer demokratischen Republik im Iran zum Ausdruck kamen.
Die Spenderinnen und Spender betonten mit ihren großzügigen Beiträgen ihre Abgrenzung sowohl von der herrschenden religiösen Diktatur als auch von der monarchistischen Diktatur. Sie bekräftigten dabei immer wieder den Slogan: „Weder Schah, noch Mullah.“
Während der fünf Programmtage wurde „Simay Azadi“ zu einem Bindeglied für die Menschen im Iran, für im Exil lebende Iranerinnen und Iraner, Familien von Märtyrern, politische Gefangene und ehemalige politische Gefangene, Jugendliche, Frauen, Fachleute, Sportlerinnen und Sportler sowie Mitglieder iranischer Gemeinschaften in verschiedenen Ländern. Einige Anruferinnen und Anrufer warteten stundenlang in der Leitung. Zahlreiche Nachrichten konnten wegen der großen Zahl von Beiträgen nicht ausgestrahlt werden.
Dennoch vermittelten die ausgestrahlten Beiträge ein deutliches Bild von der Größe und Vielfalt der gesellschaftlichen Basis der iranischen Widerstandsbewegung sowie von der tiefen politischen und emotionalen Verbundenheit breiter Teile der iranischen Gesellschaft mit der PMOI/MEK und dem Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI). Diese Unterstützung reichte von Arbeiterinnen, Arbeitern und Angehörigen der einfachen Bevölkerung über erfolgreiche und patriotische Geschäftsleute bis hin zu Studierenden, Schülerinnen und Schülern, Jugendlichen sowie hochqualifizierten iranischen Fachleuten und Wissenschaftlern in den USA und Europa.
Die Spenden reichten von kleinen Beträgen in Höhe von einigen hunderttausend Toman – etwa zwei bis drei US-Dollar – bis hin zu Spenden von mehreren hunderttausend US-Dollar.
Die höchste Spende belief sich auf 1,5 Millionen kanadische Dollar. Sie wurde von Behzad und seiner Ehefrau Azar aus Kanada zugesagt. Sie erklärten, dass sie alles daransetzten, ihr Einkommen zu erhöhen, um „Simay Azadi“ und der iranischen Widerstandsbewegung künftig noch mehr Unterstützung zukommen lassen zu können.
Sadegh und seine Ehefrau Soheila aus den USA spendeten 500.000 US-Dollar. In ihrer Nachricht verwiesen sie auf ihre langjährige Bekanntschaft mit dem Widerstand und der PMOI/MEK. Als Besonderheit der Widerstandsbewegung, die sie zu ihrer Unterstützung bewegt hätten, nannten sie „Aufrichtigkeit, Opferbereitschaft, Treue, Beharrlichkeit, Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und vor allem deren Liebe zum iranischen Volk“.
Eine weitere bemerkenswerte Spende in Höhe von 220.000 US-Dollar kam von einem iranischen Unterstützer des Widerstands in Washington. Er hatte dafür sein Eigentum verkauft, darunter ein Haus, Grundstück und ein Fahrzeug. In seiner Nachricht erklärte er, dass er in einem Jahr, „das als das Jahr der Kriege und der Schicksalsentscheidungen“ bezeichnet werde, beschlossen habe, alles, was er besitze, „Simay Azadi“ zu überlassen. Er bezeichnete die Spende als „Ehrenurkunde und Ausdruck der Unabhängigkeit“ der iranischen Widerstandsbewegung.
Dr. Sina Dashti aus Schweden stellte „Simay Azadi“ außerdem 1,2 Millionen schwedische Kronen zur Verfügung. Er erklärte, dass er auf Urlaubsreisen verzichtet, mehr arbeite und zusätzliche Bereitschaftsdienste in Krankenhäusern übernehme, um weitere Mittel für den Sender aufzubringen.
Eine der herausragenden Eigenschaften dieser Spendenaktion war, dass Iranerinnen und Iraner freiwillig an ihren Arbeitsplätzen und in ihrem persönlichen Umfeld Spenden gesammelt hatten.
Fereshteh aus den Niederlanden übermittelte eine gemeinsame Spende in Höhe von Euro 47.835 sowie eine kurze, aber bedeutungsvolle Nachricht: „Ich bin bereit, bereit, bereit – bis zum letzten Atemzug.“
Sadaf und Behzad aus den USA haben eine gemeinsame Spende von 35.000 US-Dollar zugesagt. Behzad erklärte in seiner Nachricht, der „größte Stolz“ seines Lebens bestehe darin, ein kleiner Unterstützer der PMOI/MEK zu sein und – wenn auch nur einen kleinen – Beitrag an der Seite des Widerstands leisten zu können. Sadaf sagte, dieser Weg werde „sicherlich Früchte tragen“, und betonte, dass die Jugendlichen im Iran aus dem Opfermut der PMOI/MEK gelernt hätten.
Manijeh aus Toronto spendete gemeinsam mit anderen 27.500 US-Dollar. Sie erklärte, ihr Wunsch sei es, dass das Leid des iranischen Volkes ein Ende finde und Frieden und Freiheit in das Land zurückkehrten.
Mehdi Saffar aus England spendete 26.015 Pfund. Er sagte: „Auch ich erkläre heute mit Stolz: Mein Versprechen lautet, für die Freiheit des iranischen Volkes standhaft zu bleiben.“
Neben den großen Spendensummen zeigten sich die menschlichen Aspekte dieser Aktion auch in kleinen, aber bedeutungsvollen Beiträgen.
Eine der bewegendsten Nachrichten kam aus Sistan und Belutschistan, Südosten Irans. Akbar aus Belutschistan erklärte, er rufe aus einem Landesteil an, in dem die Menschen für „einen Bissen Brot“ ihr Leben aufs Spiel setzten. Trotz seiner Armut spendete er einen Betrag „in Höhe einer Mahlzeit für sich und seine Familie“ und fügte hinzu: „Vielleicht ist dieser Betrag sehr gering, aber ich überreiche ihn von ganzem Herzen und in der Hoffnung auf die Freiheit des Iran.“
Setareh aus Karadsch spendete ihr gesamtes Monatsgehalt in Höhe von 30 Millionen Toman – etwa 150 US-Dollar – für die Aktion.
Elham aus Gorgan spendete 10 Millionen Toman, etwa 50 US-Dollar, und sagte: „Für uns ist diese Spendenaktion nicht nur eine finanzielle Unterstützung; sie ist ein Tag, an dem die Herzen, die sich nach Freiheit sehnen, ihr Versprechen erneuern.“
Paritschehr aus Täbris widmete ihre Spende von 12 Millionen Toman dem Andenken an die Märtyrer und an jene, die auf dem Weg zur Freiheit ihr Leben geopfert haben.
Derartige Nachrichten zeigten, dass sich der Wert dieser Spendenaktion nicht allein in Zahlen messen lässt. Er liegt vielmehr in den Gefühlen und der Liebe jener Menschen, die der iranischen Widerstandsbewegung trotz ihrer schwierigen finanziellen Lage stets treu bleiben.
Auch die Beteiligung der jüngeren Generation und von Kindern war ein bemerkenswertes Merkmal des Programms. So spendete beispielsweise die neunjährige Shahrzad Euro 50 aus ihrem Taschengeld „in der Hoffnung auf die Freiheit des Iran“. Sara, ein fünfjähriges Kind aus Dänemark, steuerte 100 Kronen zur Spendenaktion bei.
Zusammen mit den Nachrichten und Spenden von Menschen mittleren Alters sowie von Personen, die aktiv am Kampf gegen den Schah beteiligt gewesen waren, ergaben diese Beiträge ein generationenübergreifendes Bild der Unterstützung für „Simay Azadi“ – sowohl aus dem Iran als auch aus dem Ausland.
Die Mitglieder der PMOI/MEK und die während des Aufstands vom Januar 2026 inhaftierten Personen, die in den vergangenen Monaten von den „Henkern“ des Regimes hingerichtet worden seien, wurden von den Spenderinnen und Spendern als wichtige Motivation für ihre Spenden genannt. Sie betonten, dass aufgrund der umfassenden Zensur, die infolge der Beschwichtigungspolitik gegenüber der iranischen Widerstandsbewegung betrieben werde, „Simay Azadi“ das einzige Medium sei, das die Botschaften dieser Märtyrer unzensiert an die gesamte Bevölkerung übermittele.
Die Spenderinnen und Spender erklärten ihre uneingeschränkte Unterstützung für die „Widerstandseinheiten“ und die Freiheitskämpfer im gesamten Iran. Sie betonten, dass ihre Beiträge lediglich ein Minimum an patriotische Pflicht darstellten und angesichts dessen, was die Märtyrer und Freiheitskämpfer geleistet hätten und weiterhin leisteten, kaum ins Gewicht fielen.
Auch die Nachrichten politischer Gefangener nahmen bei dieser Spendenaktion einen besonderen Platz ein. Einige Gefangene sandten einzeln, andere gemeinsam und unter großer persönlicher Gefahr Nachrichten aus verschiedenen Gefängnissen. Darin bekräftigten sie, den Kampf bis zur Freiheit fortzusetzen. Mit Stolz verwiesen sie darauf, dass die PMOI/MEK in 61 Jahren des Kampfes gegen zwei Diktaturen keine Unterstützung von ausländischen Mächten erhalten und diese ausschließlich beim iranischen Volk gesucht habe. Sie schrieben sinngemäß: „Auch wenn wir nicht in der Lage sind, ‚Simay Azadi‘ finanziell zu unterstützen, verpflichten wir uns, uns diesem Regime mit all unserer Kraft entgegenzustellen und unser Leben für die Freiheit unseres Vaterlandes zu opfern.“
Viele Spenderinnen und Spender übermittelten zusätzlich zu ihren eigenen Beiträgen auch Spenden im Namen inhaftierter Gefangener an „Simay Azadi“. Sie bezeichneten diese Gefangenen als Sinnbilder für die Würde, den Widerstand und die Unabhängigkeit des iranischen Volkes.
Auch Familien von Märtyrern und ehemalige politische Gefangene nahmen an dem Programm teil. Sadegh Shojaei aus den USA, dessen Familie 15 Märtyrer zu beklagen habe, berichtete in einem erschütternden Zeugnis über die Unterdrückung, Hinrichtungen und Massaker an Mitgliedern seiner Familie. Solche Zeugnisse machten die 30. Spendenaktion zu einer Bühne, die an den hohen Preis erinnerte, den das iranische Volk und der organisierte Widerstand für die Freiheit gezahlt haben.
Auch Versammlungen von Iranerinnen und Iranern in Städten wie London, Berlin, Stockholm, Toronto, Sydney, Düsseldorf und mehreren anderen Städten waren ein herausragender Bestandteil der Spendenaktion. Die Beteiligten kontaktierten „Simay Azadi“ gemeinsam und übermittelten ihre Spenden.
Die Gesamtsumme der Spenden und finanziellen Zusagen von Iranerinnen und Iranern belief sich auf 1 Billion 402 Milliarden 440 Millionen Toman, umgerechnet 7,54 Millionen US-Dollar. Zusammen mit den politischen und persönlichen Botschaften der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigte diese Summe erneut, dass „Simay Azadi“ für seine Unterstützerinnen und Unterstützer eine Plattform für nationale Solidarität, für die Verbreitung der Stimmen Unterdrückter und für die Unterstützung einer demokratischen Alternative zur herrschenden Diktatur im Iran darstellt.
Die 30. Spendenaktion war – unabhängig von der Höhe der einzelnen Beiträge, die von einem Rial bis zu einer Million US-Dollar reichten – eine Demonstration des Mitgefühls, der Opferbereitschaft und der Entschlossenheit des iranischen Volkes, die Freiheit zu erlangen.
Die Entschlossenheit und Solidarität der Iranerinnen und Iraner – von den Gefängnissen bis in verschiedene Länder der Welt – zeige, dass ein Volk, das mit seinem Leben, seinem Besitz, seinem Wohlstand und seiner persönlichen Existenz für die Freiheit eingetreten sei, letztlich siegreich sein werde.